KI im QM in der Praxis mit Tom Rittel von chargecloud
In dieser Episode der QM-Impulse ist Tom Rittel von chargecloud mein Gast. Tom gewährt uns Einblicke in praktizierte Einsatzszenarien für KI im Qualitätsmanagement:
🏄♀️ Sophie fragen, statt Dokumente zu suchen 🧑💻 Mit Axel den Auditprozess beschleunigen 🙋♀️ Meetings mit Mia effizient abschließen
Freu dich auf spannende Impulse direkt aus der Praxis.
„Wird das dann nicht alles zu bunt?“ 🎨 Warum Formatfreiheit im QM ein Segen ist
Vergangene Woche saß ich wieder mit einem Kunden in einem spannenden Workshop zur Neugestaltung des Managementsystems. Wir sprachen darüber, wie wir die Prozessdokumentation näher an die Mitarbeiter bringen können, damit sie endlich auch gelesen und gelebt wird.
Ich machte einen eigentlich simplen Vorschlag: „Lasst doch die Prozessverantwortlichen selbst entscheiden, in welchem Format sie ihre Prozesse dokumentieren!“ Egal ob als kurzes Video, als klassisches Flowchart, als Fließtext oder als bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung – wer den Prozess verantwortet, weiß am besten, wie man ihn erklärt.
Die Reaktion am Tisch kam prompt, begleitet von leicht gerunzelten Stirnen:
„Aber Stephan … wird das dann nicht alles zu bunt?“
NEXT GEN QM – Im Gespräch mit Benedikt Sommerhoff, Leiter QualityLab der DGQ
In dieser Episode der QM-Impulse spreche ich mit Benedikt Sommerhoff, Leiter Quality Lab der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und Herausgeber des Fachmagazins QZ Qualität und Zuverlässigkeit des Carl Hanser Verlags.
Benedikt ist bereits zum zweiten Mal zu Gast im Podcast. Anlass für unser Gespräch ist sein neues Buch „Next-Gen QM“, das zeitgleich mit dieser Episode erscheint. Ich durfte vorab schon hineinlesen – und kann sagen: ein äußerst gelungenes Werk mit vielen wertvollen Impulsen für ein modernes Qualitätsmanagement.
Wünsche an Qualitätsmanagement, Audits und Zertifizierung
Jan Jörgensmann
Kurz vor Weihnachten widmet sich Episode Nr. 97 der QM-Impulse der Frage: Was wünschen wir uns eigentlich für das Qualitätsmanagement?
Zu Gast ist erneut Jan Jörgensmann, der zum zehnten Mal im Podcast dabei ist. Gemeinsam sprechen wir über Qualitätsmanagement jenseits von Checklisten und Pflichtübungen – mit Blick auf Audits, Zertifizierung und die anstehende Revision der ISO 9001.
Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Normforderungen, sondern Haltung und Wirkung: 📄 Wie viel Dokumentation ist sinnvoll? 👁️ Wo braucht es mehr Augenmaß? 🫠 Und welche Rolle spielen Vertrauen, Erfahrung und Normkompetenz im QM-Alltag?
Die Episode verbindet persönliche Einblicke aus Auditpraxis und Organisationsarbeit mit grundsätzlichen Überlegungen zur Weiterentwicklung von Managementsystemen. Dabei geht es auch um Bürokratie, Verantwortung und die Frage, wie QM Organisationen tatsächlich unterstützen kann.
🎧 Eine Episode für QMBs, Auditor:innen, Führungskräfte und alle, die Qualitätsmanagement nicht nur erfüllen, sondern verstehen wollen.
Wenn der 8D-Report kommt – aber das Geschenk fehlt
Es war der 21. Dezember, draußen rieselte der Schnee, drinnen roch es nach Zimt, Tannennadeln und einem Hauch Vorweihnachtsstress. Alles lief nach Plan – die Lichterkette hatte den Funktionstest bestanden, die Plätzchen waren gleichmäßig goldbraun, und sogar das Geschenk für den Nachwuchs war fast pünktlich angekommen.
Fast …
Denn als der Karton geöffnet wurde, wich die Vorfreude schnell einem mulmigen Gefühl. Das heiß ersehnte Geschenk – ein technisches Spielzeug – war nicht nur schlampig verpackt, sondern offensichtlich defekt: Display gesprungen, Bedienelement lose.
Beschwerdemanagement beim Weihnachtsmann
Weihnachten rückte näher. Und mit jedem Blick auf den Kalender wuchs der Druck: Was tun?
QM-Impulse zur ISO 9001 als Taschenbuch und Kindle Unlimited
Wie gelingt es, ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 sinnvoll zu gestalten – jenseits von Bürokratie und sinnlosen Dokumentationsritualen?
Dieses Buch liefert praxisnahe Antworten, Denkanstöße und erfrischend klare Impulse aus über 25 Jahren Beratung und Training im Qualitätsmanagement.
Anhand realer Beispiele und pointierter Geschichten zeigt Stephan Joseph, wo Unternehmen im Alltag stolpern – und wie Du die Freiheitsgrade der ISO 9001 nutzen kannst.
Weg von der ISO-Pappe an der Wand, hin zur Kernfrage: Wie kann ein QM-System Führungskräfte und Mitarbeiter unterstützen, damit Kunden echten Nutzen erfahren?
Das Buch ist bei Amazon als Taschenbuch und Kindle Unlimited erhältlich.
Wie erleben eigentlich Mitarbeiter die unterschiedlichen Reifegrade von Managementsystemen? Hierzu betrachten wir die beiden Extremfälle, wohl wissend, dass es dazwischen unendliche Varianten gibt.
Extremfall 1: Ein QMB macht alles für die ISO 9001-Pappe an der Wand
Führungskräfte und Mitarbeiter erhalten dokumentierte Vorgaben, die sich mit den aktuellen Rahmenbedingungen nur schwer umsetzen lassen. Zu einzelnen Themen ist den Mitarbeitern klar, dass diese sinnvoll gemanagt werden müssen. So ist z. B. schon klar, warum Messmittel geeignet sein müssen, Lieferanten zu bewerten sind oder die Kompetenz der Mitarbeiter entwickelt werden sollte. Jedoch passen die festgeschriebenen Vorgaben nicht zu den aktuell gelebten Prozessen. Die blöden Aufkleber an den Messmitteln gehen ständig ab, das Ergebnis der ABC-Analyse der Lieferanten liefert keinen Mehrwert und die Qualifikationsmatrix samt Schulungsplan werden pflichtbewusst vor jedem Zertifizierungsaudit aktualisiert.
Reifegrad eines QM-Systems – stets bemüht oder schon richtig gut?
🎙️ Podcast-Episode 93 mit Melanie Möller
Woran erkennt man eigentlich den Reifegrad eines QM-Systems?
In dieser Episode spreche ich mit Melanie Möller – QMB und Zertifizierungsauditorin – darüber, woran man schlechte, gute und wirklich gelebte QM-Systeme erkennt.
💬 Wir teilen unsere Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis: • Warum manche Organisationen im eigenen QM-System festhängen • Woran man erkennt, dass ein System wirklich lebt • Und welche Ursachen oft hinter dem Status quo stecken
🎧 Hör rein – und finde heraus, wo euer QM-System gerade steht:
Zahlreiche Bücher versprechen den Erfolg durch den Einsatz einer bestimmten Managementmethode. Da ist die Versuchung groß – schließlich war der Autor nachweislich erfolgreich oder beschreibt ein erfolgreiches Unternehmen.
Rückblickend identifizieren Erfolgsmenschen immer Gründe für ihren Erfolg. Dabei blenden sie völlig aus, dass andere Unternehmen mit der gleichen Methode sang- und klanglos vom Markt verschwunden sind.
Einige sind so sehr von ihren Methoden überzeugt, dass sie diese in Form von Branchen- oder Kundenvorgaben ihren Lieferanten überstülpen. Exemplarisch sei hier die FMEA genannt, eine Methode zur Ermittlung, Bewertung und Reduzierung von Risiken bei der Entwicklung von Produkten (Design-FMEA) bzw. bei der Planung von Herstellungsprozessen (Prozess-FMEA).
Die Methode der FMEA an sich ist schlüssig und kann insbesondere bei hohen Losgrößen frühzeitig potenzielle Probleme identifizieren, bevor kostenintensive Anpassungen erforderlich werden. Sie wird jedoch zur Farce, wenn Lieferanten vertraglich zu ihrer Anwendung verpflichtet werden. obwohl die Aufträge nur kleine Losgrößen umfassen oder sehr kurze Planungszeiträume vorsehen.
Auch als Berater tappt man in die Methodenfalle, wenn man bei einem Kunden gute Erfahrungen mit einer bestimmten Managementmethode gemacht hat. Zu verlockend ist die Idee, dass diese Methode auch beim nächsten Kunden funktioniert.
In 25 Jahren Berufserfahrung im Qualitätsmanagement bin ich vielen angeblichen Anforderungen an interne Audits begegnet. Vieles davon basiert jedoch nicht auf der ISO 9001, sondern auf der ISO 17021 für Zertifizierungsaudits, den zugehörigen MDs (Mandatory Documents) der IAF (International Accreditation Forum) sowie deren Interpretation durch Akkreditierer und Zertifizierungsgesellschaften.
Wer heute als Zertifizierungsauditor:in unterwegs ist, hat mit einer Menge Formalismen zu kämpfen. Der Aufwand für Rückfragen von Reviewer:innen (Menschen, die bei Zertifizierungsstellen Auditberichte prüfen) ist enorm – und wird meist nicht bezahlt. Gleichzeitig ist die Angst vor Abweichungen bei Akkreditierungen groß.
Deshalb der Hinweis: Viele vermeintliche Anforderungen an interne Audits entstehen aus der persönlichen Praxis von Zertifizierungsauditor:innen – und werden im schlimmsten Fall sogar fälschlich als Abweichung gewertet. Mit den tatsächlichen Anforderungen der ISO 9001 an interne Audits hat das jedoch oft wenig zu tun.