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QM-Impulse enthält Artikel, Gedanken, Kommentare und Ereignisse rund um die Themen Management und Qualität von Stephan Joseph.

Zeitkonzept für Schulungen

Zeitkonzept für Schulungen

Mit dem bewährten Zeitkonzept für Schulungen effektiv und effizient Veränderungen erfahren.

Mehrtägige Seminare können Spaß machen. Jedoch ist fraglich, wieviel Prozent des Gelernten nachhaltig umgesetzt wird.

Zahlreiche Studien befassen sich mit dem Lernerfolg unterschiedlicher Lernmethoden. Selten wird der Blick auf die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit der Teilnehmenden gerichtet.

Insbesondere bei In-House Schulungen drohen Ablenkung durch „Kannst Du mal eben kommen?“, das Büro in Reichweite und das Tagesgeschäft gleich um die Ecke.

Hinzu kommt das Bedürfnis, das Gelernte auch mal in der Praxis auszuprobieren. Wenn Sie an drei Schulungstagen 10 Methoden kennenlernen, werden Sie mit viel Glück 2 Methoden in der Praxis ausprobieren und der Rest versandet im Arbeitsalltag.

In drei Stunden erreicht man oft mehr, als wenn man einen ganzen Tag investiert.

Genau hier greift das Zeitkonzept für Schulungen

Agilität vs. QM-Systeme?

QM und Agilität

In vielen Beiträgen wird diskutiert, ob sich agile Methoden mit den Anforderungen der ISO 9001 in Einklang bringen lassen. In nur wenigen Beiträgen wird hierbei zwischen agilem Projektmanagement (z.B. nach SCRUM) und agiler Organisationsentwicklung (Unternehmen, die sich am agilen Manifest orientieren) unterschieden.

In beiden, agilen Organisationen und in Rahmenwerken für agiles Projektmanagement, gibt es klare Verantwortungen und Kommunikationsregeln. Diese folgen dem PDCA-Zyklus, welcher meist viel schneller rundläuft als in klassischen ISO 9001 QM-Organisationen.

Agilität kennt und definiert darüber hinaus dokumentierte Informationen (Guidelines, Artefakte), wodurch auch hier Normkonformität gefunden werden kann.

Komplexe Aufgaben im QM-Kontext

Komplexe und komplizierte Aufgaben

Ein Beispiel aus dem Vertrieb

Der Prozess zum Vertrieb wurde aufwändig beschrieben. Die Vertriebsleitung, ausgewählte Mitarbeitende aus dem Innen- und Außendienst sowie die QM-Beauftragte haben es nach zwei Workshops geschafft, die Arbeitsabläufe zu visualisieren. Hierbei wurde festgestellt, dass die grundlegenden Anforderungen der ISO 9001 (Ermittlung von Anforderungen, Machbarkeitsbewertung, Kundenzufriedenheit, …) nachvollziehbar umgesetzt werden.

Gleichzeitig gab es in den Workshops immer wieder Diskussionen zu einzelnen Themen, bei denen sich die Workshopteilnehmenden grundsätzlich einig waren, dass diese in der Praxis besser umgesetzt werden sollten:

  • Man müsse die Kundendatenbank endlich mal aktualisieren.
  • Die Monatsmeetings, die zwischenzeitlich hilfreich waren, jedoch leider im Tagesgeschäft untergegangen sind, sollten mal wiederbelebt werden.
  • Der von der Produktion geforderte Forecast würde zwar geliefert, aber jeder weiß, dass dieser einer vernebelten Glaskugel gleicht.
  • Und es sind immer wieder dieselben Kolleginnen und Kollegen, die ihre Besuchsberichte nicht pflegen.
  • … und noch einige Themen mehr.

Mit ein wenig Glück könnte das ISO 9001 Projekt dazu beitragen, dass ein oder zwei dieser identifizierten Themen einen Umsetzungsimpuls erhalten. Die interessante Frage ist jedoch:

Quellen Qualitätsmanagement

Informationsquellen Qualitätsmanagement

In diesem Beitrag „Informationsquellen Qualitätsmanagement“ finden Sie Hinweise und Links auf unterschiedliche Quellen zum Thema „QM-Systeme“ und damit verwandte Themen.

Der Ursprung der ISO 9001

Logo der ISO

Die ISO (International Organization for Standardization) hat sich zur Aufgabe gemacht, das wirtschaftliche Miteinander zu vereinfachen. Auch die ISO 9001 soll ihren Beitrag dazu leisten.

Geschrieben wird die Norm vom technischen Komitee TC 176, welches eine eigene Website mit interessanten Informationen bereitstellt. Geschrieben wird die Norm vom technischen Komitee TC 176, welches eine eigene Website mit Informationen zur ISO 9001 bereitstellt.

Wer Zahlen, Daten und Fakten mag, wird im ISO Survey fündig.

Digitales QM-System

Digitales-QM-System

Verpasste Chancen und übersehene Risiken

Ein digitales QM-System kann auch neue Herausforderungen mit sich bringen: „Es tut mir leid liebes Zertifizierungsauditteam, aber ich kann Ihnen aktuell keine Dokumente zeigen. Unser Server wurde vom Lock-Key-Virus verschlüsselt. Ein Kollege hat letzte Woche den Anhang einer infizierten Fake-Mail geöffnet.“ Dieses Horror-Szenario ist einem meiner Kunden tatsächlich passiert und kein Einzelfall.

Während eines anderen Audits ist die IT-Abteilung auf die Idee gekommen, am Tag des Zertifizierungsaudits die Server zu warten. Hierdurch war der Zugriff auf das integrierte Managementsystem im SharePoint für einige Stunden nicht möglich.

War früher doch alles besser? Geduldige Papierordner sammelten sich im Büro der Managementbeauftragten. Eine feinsäuberliche Unterschrift konnte beweisen, dass die Geschäftsführung das gute alte QM-Handbuch freigegeben hat. Und Zertifizierungsauditor*innen konnten in Ruhe in der Dokumentation schmökern.

Ja, die EDV birgt gewisse Risiken. Werden diese jedoch ordentlich bewertet und vorbeugende Maßnahmen umgesetzt, überwiegen die zahlreichen Vorteile der digitalen QM-Systeme. Eine angemessene Backupstrategie, der Zugangsschutz und Notfalllösungen für Ausfallszenarien sollten selbstverständlich sein.

Die eigentliche Scheu vor digitalen Lösungen, welche sich nicht nur im Kontext von Managementsystemen wiederfinden, hat wenig mit den oben genannten Extremfällen zu tun. Hier eine Auswahl von „Gründen“, welche die Digitalisierung ernsthaft ausbremsen:

ISO 9001 Checkliste

Checkliste ISO 9001 - Zettelwirtschaft

Gut vorbereitet ins nächste Zertifizierungsaudit

Damit Sie ganz entspannt in Ihr nächstes Audit starten können, erhalten Sie kostenlos und unverbindlich eine ISO 9001 Checkliste in Form einer PDF-Datei für

  • Erstzertifizierungen,
  • Überwachungsaudits und
  • Rezertifizierungsaudits.

Darüber hinaus erhalten Sie eine Liste typischer Dokumente, die im Rahmen von Audits eine Rolle spielen können. Pflichtdokumente der ISO 9001:2015 werden hervorgehoben.

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Checkliste Auditvorbereitung ISO 9001
Größe: 8,36 MB
Version: 1
Published: 22.04.2022

Was nutzt ein ISO 9001 Zertifikat?

Nutzen eines QM-Systems bzw. von einem ISO 9001 Zertifikat

Böse Zungen behaupten, dass der Nutzen von ISO 9001 Zertifizierungen auf der Umsatzseite von QM-Berater*innen und Zertifizierungsgesellschaften liegt, flankiert von Schulungsanbietern, Fachbuchautor*innen und dem Beuth-Verlag.

Gleichzeitig fordern weiterhin Kunden verschiedener Branchen von ihren Lieferanten eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder ein entsprechendes Branchenzertifikat (IATF 16949, ISO 13485, IFS, …).

Da stellt sich die Frage nach dem realen Nutzen eines ISO 9001 Zertifikats.

Nutzen? Nutzen für wen? Für die zertifizierten Unternehmen oder deren Kunden?

Um die Frage beantworten zu können, muss man verstehen

Wenn Qualitätsmanagementsysteme den Sinn verlieren

Sinn von QM-Systemen

oder „Wenn das QM sein soll, dann wechsle ich meinen Beruf.“

Qualitätsmanagementsysteme sollen dazu beitragen, dass Kundenanforderungen erfüllt werden. Da Produkte kompliziert und Unternehmen komplex sein können, ist die Ermittlung und Erfüllung von Kundenanforderungen nicht immer ganz einfach.

Normen, wie die ISO 9001, enthalten Ideen zum Umgang mit komplizierten Themen und enthalten wertvolle Ansätze zum Umgang mit Komplexität. Insbesondere der allem zugrunde liegende PDCA-Zyklus ist die Wunderwaffe im Umgang mit Komplexität.

Moderne Organisationsformen garnieren den PDCA-Zyklus mit dem Prinzip der Selbstverantwortung, teamorientierten Entscheidungsfindungen und (wo angebracht) iterativen Vorgehen bei Kundenaufträgen oder Herausforderungen. Diese Paradigmen widersprechen in keinster Weise den Anforderungen der ISO 9001, ganz im Gegenteil.

Problematisch wird es für moderne Organisationen, wenn diese auf klassische Weise bewertet werden. Hierzu zählen zum Beispiel Auditor*innen, die immer noch nach unterschriebenen Dokumenten fragen und digitale Kollaboration nicht nachvollziehen können. Auch die dogmatische Anwendung von Checklistenstandards (z.B. VDA 6.3) führt zu seltsamen Situationen in Kundenaudits, bei denen der Lieferant Kalorien durch verständnisloses Kopfschütteln verbrennt.

Das A bis Z des Qualitätsmanagements – 26 QM-Impulse

26-QM-Impulse

Über LinkedIn, Xing, Facebook und Instagram erscheint jede Woche ein neuer Buchstabe zum A bis Z des Qualitätsmanagements. Sobald diese online sind, werden sie auch in diesem Beitrag ergänzt.

Das A bis Z des Qualitätsmanagements A = Arbeitsanweisung

22.03.2021 – Der Anfang ist gemacht. Meine erste Assoziation war das Wort Arbeitsanweisung. Alternativ dachte ich an Archivierung oder Audit.

Tatsächlich sind Arbeitsanweisungen eine sinnvolle Sache. Ich habe mir sogar Arbeitsanweisungen für mich selbst erstellt. Hierfür verwende ich Microsoft OneNote. Hier notiere ich mir hilfreiche Anleitungen für Dinge, die ich nur selten durchführe. Das spart mir eine Menge Zeit.

Da die ISO 9001 kein Medium oder Format vorgibt, sollten auch Sie Ihre hilfreichen Arbeitsanweisungen in einer Form bereitstellen, die von den Mitarbeitenden schnell gefunden wird.

Lesen Sie auch den folgenden Beitrag:
> QM-Handbuch .. für wen?

Remote-Audits

Remote-Audits

Ein Erfahrungsbericht

„Was hat in Ihrem Unternehmen der Digitalisierung den Schub gegeben?“ – „Corona!“

Regelungen zu Remote-Audits

Die Möglichkeit, Audits aus der Ferne durchzuführen, ist bereits seit Jahren in den Statuten des Internationalen Akkreditierungsforums (IAF) verankert. Im „informativen Dokument“ IAF ID3:2011 werden im Abschnitt 2.1 „Außergewöhnliches Ereignis oder Umstände“ aufgelistet: Krieg, Streik, Aufruhr, politische Instabilität, geopolitische Spannungen, Terrorismus, Kriminalität, Pandemien, Überschwemmung, Erdbeben, böswilliges Hacken von Computern, andere Naturkatastrophen oder von Menschen verursachte Katastrophen. Diese Situationen eröffnen die Möglichkeit einer Terminverschiebung über das Due-Date (Zertifikatsgültigkeitsdatum) hinaus oder die Durchführung als Remote-Audit.

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