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Alles „systemisch“ oder was?

Management in komplexen Systemen

Dem systemischen Anteil von QM-Systemen wird oft wenig Beachtung geschenkt. Dabei bildet das Verständnis von Systemen und Komplexität die Grundlagen von Managementsystemen.

Im hörenswerten Podcast > Mehr „Ach so!“ als ISO < von Susanne Petersen werde ich zu diesem Thema interviewt.

Wir reden über Systeme, Elemente, Wechselwirkungen, Komplexität, PDCA und ISO 9001. Damit wir nicht in die Theorie abdriften, erklären wir die Zusammenhänge immer wieder an praktischen Beispielen.

Susanne ist es hervorragend gelungen, den roten Faden zu wahren 🙏.

Neugierig geworden? Hör doch einfach mal rein:

ChatGPT über die Zukunft im Qualitätsmanagement

ChatGPT über die Zukunft im Qualitätsmanagement

Den folgenden Artikel hat die künstliche Intelligenz ChatGPT verfasst:

Zukunft im Qualitätsmanagement

Die Zukunft im Qualitätsmanagement sieht voraussichtlich sehr technologiegetrieben aus. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden Automatisierung und Datenanalyse immer wichtigere Bestandteile von Qualitätsmanagement-Systemen.

Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Predictive Maintenance“. Hierbei werden mithilfe von Sensoren und maschinellen Lernverfahren vorhergesagt, wann eine Maschine ausfallen könnte. Auf diese Weise können Unternehmen proaktiv Wartungsarbeiten durchführen und Ausfälle vermeiden, was zu einer verbesserten Qualität und Effizienz beitragen kann.

Komplexität managen

Komplexität, Leitbild, Haltung und Kommunikation

Beispiel für Komplexität

Komplexität erkennst Du daran, dass Du Ergebnisse einer Aktion nicht vorhersagen kannst.

Die Lagerverantwortliche Heike sagt zum Lagermitarbeiter Werner: „Räume bitte das Paletten-Lager auf.“

Werner setzt sich auf den Stapler und fährt los. Tatsächlich weiß Heike jetzt nicht, wie lange Werner dafür brauchen wird und erst recht nicht, wie das Paletten-Lager nach dem Aufräumen aussehen wird. Was kann da schon schiefgehen?

Hier ein paar Ideen:

  • Nichtbeachtung der Stapelhöhe
  • Zustellung der Gehwege
  • Defekte Paletten nicht aussortiert
  • Falscher Ort
  • Unzureichende Kippsicherheit
  • Schlechte Erreichbarkeit mit den Gabeln des Staplers / der Ameise
  • Kein Platz zum Rangieren

Die Arbeitsanweisung

Erstellt, geändert, geprüft und freigegeben

Tatsächlich sind Arbeitsanweisungen eine sinnvolle Sache. Ich erstelle sogar Arbeitsanweisungen für mich selbst, obwohl ich nur ein Ein-Personen-Betrieb bin. Für Dinge, die ich nur selten durchführe, notiere ich mir hilfreiche Anleitungen in Microsoft OneNote. Das spart eine Menge Zeit.

Die ISO 9001 gibt kein Medium oder Format vor. Daher sollten hilfreiche Arbeitsanweisungen in einer Form bereitgestellt werden, die von den Mitarbeiter*innen schnell gefunden und genutzt werden kann. Das können auch etwa Videos sein (Screenrecording, Handyaufnahmen, …).

Aber warum haben Arbeitsanweisungen oftmals einen schlechten Ruf?

Mögliche Gründe:

  • Abschreckend formeller Aufbau
  • Fachausdrücke statt Jargon der Mitarbeiter*innen
  • Veraltete Inhalte / Feedback wird nicht eingearbeitet
  • Schlechte Zugänglichkeit / Auffindbarkeit
  • Formelle Abfrage in Audits
  • Unrealistische Inhalte

Das Gute ist, dass man an diesen Aspekten arbeiten kann. Auch hier schränkt uns die ISO 9001 nicht ein. Es sollte nur sichergestellt sein, dass Mitarbeiter*innen stets mit den korrekten Dokumenten arbeiten.

5 Tipps zur wirksamen Umsetzung von Maßnahmen

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Kommt Dir die folgende Geschichte zum Thema „Maßnahmen“ bekannt vor?

Im Rahmen eines internen Audits wird ein latent vorhandenes Problem offensichtlich. Die Gesprächspartner*innen liefern bereits im Audit erste Lösungsansätze, jedoch lässt sich noch keine konkrete Maßnahme ableiten.

Es folgt ein Workshop mit Entscheidungsträger*innen und mit am Prozess beteiligten Mitarbeitenden. Schlussendlich erwächst eine konkrete Verbesserungsmaßnahme, die selbstverständlich inklusive Zieltermin in einer Exceltabelle festgehalten wird. In der Spalte „Verantwortung“ wird zudem die für den Prozess verantwortliche Person eingetragen.

Fortan ruht die Maßnahme auf dem Friedhof der guten Verbesserungsideen.

Klingt das dämlich? Tatsächlich werden sich viele Unternehmen in diesem Beispiel wiederfinden.

Was kann getan werden, damit die wertvollen Schätze nicht in der Versenkung verschwinden und in Vergessenheit geraten?

13. QM-Workshop

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Der eigentlich für März 2020 geplante QM-Workshop fand nach 2 Jahren Corona-Zwangspause und mehrfacher Verschiebung endlich im Hause der VPA GmbH in Remscheid statt.

Was 2005 als Abendveranstaltung begann, hat sich zu intensiven Tagesworkshops entwickelt.

Seit dem 2. QM-Workshop finden diese jeweils im Hause einer meiner Kunden statt, was im Rahmen von Unternehmensbesichtigungen den Teilnehmenden interessante Einblicke liefert.

Seit dem 6. Treffen im Jahr 2012 treten die Teilnehmenden selbst als Referenten auf und berichten von den Erfahrungen und Herausforderungen mit ihren Managementsystemen. Hin und wieder gab es auch Gastbeiträge von Experten.

Eindrücke vom 13. QM-Workshop

Zum Betrachten der Bilder die „Story“ einmal anklicken und durchblättern bzw. durchlaufen lassen.

Mach mir ISO, ich weiß von nichts

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Ob ein Unternehmen nur „Mach mir ISO“ ausruft, merkt man zum Beispiel am Maßnahmenplan. Es wird immer mal Phasen geben, in denen QM-Aktivitäten von dringenden Themen überlagert werden. Jedoch scheint das in manchen Organisationen ein Dauerzustand zu sein.

Das Folgende erlebte ich vor Corona:

Gut gelaunt fahre ich zum Kunden. Es steht ein internes Audit an. Eine Tätigkeit, die mir Spaß macht. Nur das Schreiben des Auditberichts ist manchmal lästig.

Nach 45 Minuten Fahrtzeit komme ich beim Kunden an und werde freundlich vom QM-Beauftragten empfangen. Nach dem üblichen Smalltalk ergibt sich der folgende Dialog:

Ich: „Bitte zeige mir die aktuell offenen Maßnahmen aus dem Maßnahmenplan“, wohl wissend, dass sich diese aus einer Exceltabelle abfiltern lassen.

QMB: „Einen Moment, den muss ich erst suchen.“

Der „Moment“ dehnte sich wie Kaugummi. Über die Schulter des QMBs konnte ich die Suche verfolgen. Laufwerk Q:\QMH oder doch Q:\ISO? Oder hatte er den Maßnahmenplan doch lokal gespeichert. Dazwischen immer wieder Ordner mit Titeln wie „Kopie von QMH“ oder „QMH aktuell“.

Endlich taucht die Datei Maßnahmenplan.xlsx auf und noch vor dem Öffnen war mir klar, dass diese Datei seit meinem letzten Besuch (Begleitung des Zertifizierungsaudits vor 8 Monaten) nicht mehr bearbeitet wurde. So ein Speicherdatum kann verräterisch sein.

Steven R. Covey – Die 7 Wege zu mehr Effektivität

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Erscheinungsjahr 1989, 58. Auflage Oktober 2018 (Überarbeitungen durch Coveys Kinder).
Die 7 Wege zu mehr Effektivität umfassen 416 Seiten in der gebunden Ausgabe und 368 Seiten als Taschenbuch.
Das Hörbuch hat eine Laufzeit von 12 ½ Stunden.

Mit Steven R. Covey (US-Amerikaner, geboren 1932, verstorben 2012) verbindet mich eine Art Hassliebe. Auf der einen Seite stören mich seine oftmals zu komplexen Formulierungen. Zwar folgt meistens eine verständliche Erklärung im nächsten Satz, wobei ich dann denke: „Warum nicht gleich so?“ Noch mehr nerven mich seine vielen besten Freunde, die allesamt mega-berühmt oder erfolgreich sind, also einen Doktortitel haben oder einfach nur reich sind.

Was das Buch dennoch wertvoll macht und warum ich auch heute immer wieder mal in das Hörbuch hineinhöre, sind Coveys Impulse zur Haltung im Sinne des humanistischen Menschenbildes. In den zahlreichen Beispielen finde ich mich oftmals wieder und erkenne Wachstumschancen für meinen persönlichen Reifeprozess.

QM-Matrix – Top 3 im Praxischeck

QM-Matrix

Wenn eine QM-Matrix ausschließlich kurz vor externen Audits aktualisiert wird, dann liegt der Verdacht nahe, dass diese Zuordnungstabelle eigentlich überflüssig ist.

Oft werden QM-Matrizen von QM-Beauftragten fortlaufend gepflegt, weil diese von Berater*innen oder Zertifizierungsauditor*innen angeraten wurden.

Vielleicht ist es an der Zeit, sich von der ein oder anderen Matrix zu befreien.

Hier betrachten wir drei übliche QM-Matrizen (Norm-, Auditprogramm- und Qualifikation-Matrix) sowie deren potenzieller Nutzen.

Normmatrix

➡️ Gegenüberstellung von Normanforderungen und Fundorten im QM-System.

Eine solche Tabelle ist eventuell bei Erstzertifizierungen hilfreich, damit bei der Gestaltung des QM-Systems keine Normanforderungen übersehen werden.

Im Zertifizierungsaudit kann eine Normmatrix insbesondere QM-Einsteiger*innen Sicherheit bieten, um auf Fragen von Zertifizierungsauditor*innen gezielt und schnell reagieren zu können.

Sobald man die Norm und das QM-System gut kennt, wird die Normmatrix überflüssig.

3 Mythen um interne Audits

Auditmythen zeigt einen Zwerg in einem mystischem Wald

Es ist immer wieder erstaunlich, welcher Formalismus rund um das Thema „interne Audits“ von einigen Zertifizierungsauditor*innen gefordert wird. Auch bei manchen Schulungen oder in der Fachliteratur findet man Interpretationen zur Norm, die nicht zwingend sind.

Ein guter Grund, mit den 3 top Auditmythen aufzuräumen.

Mythos 1: Auditprogramm

Oft wird man mit der Frage konfrontiert, wie man sicherstellt, dass in einem Zeitraum x (meist ein bis drei Jahre) alle Anforderungen der ISO 9001 bzw. alle Prozesse der Organisation auditiert werden.

Korrekte Antwort: Gar nicht 😮 😀 👍 ❗

Es gibt zwei haltlose Ursachen für diesen hartnäckigen Mythos.

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